Auch im zweiten Spiel gejubelt

Tischtennis-Landesliga der Männer

von Olaf Schnell (Die Norddeutsche) - 25.09.2017

Zwei Spiele, zwei Siege: Der Saisonstart der SG Aumund-Vegesack ist vollauf geglückt. Dem 9:6 gegen Post SV Stade ließen die Nordbremer jetzt ein 9:6 gegen ESV Lüneburg folgen.

Patrick Jahic (SG Aumund-Vegesack) musste fast drei Stunden auf seinen Einsatz warten, bestand dann aber beim 9:6-Heimerfolg gegen ESV Lüneburg die Bewährungsprobe. (Foto: Christian Kosak)

Vegesack. Es lohnt sich für die Akteure der SG Aumund-Vegesack, die Schere rauszuholen, um die Tabelle der Tischtennis-Landesliga Lüneburg der Herren auszuschneiden. Denn nach dem 9:6-Erfolg gegen den Achtplatzierten ESV Lüneburg vor heimischer Kulisse liegen die Vegesacker nach zwei Begegnungen auf Rang zwei.

Zwar ist das natürlich nur eine Momentaufnahme, noch warten 20 Partien auf das Team um Mannschaftsführer Gregor Grzesik, doch haben die Nordbremer im Kampf um den Klassenerhalt schon einmal wichtige vier Zähler eingesammelt und so einen sehenswerten zweiten Rang hinter dem ebenfalls noch ungeschlagenen Tabellenführer Geestemünder TV nimmt man ja ebenfalls gerne mit. 

Es scheint, dass im SAV-Team im Vergleich zur vergangenen Saison auch die Stimmung in der Mannschaft besser ist. Zurück zum Spiel gegen die Lüneburger, in dem auf Vegesacker Seite Gerrit Meyer aufgrund von Rückenproblemen doch nicht mitwirken konnte. Seinen Part übernahm Marcus Kunte, der in dieser Saison bei der zweiten Garnitur an der Platte steht. Und Kunte erfüllte die Jokerrolle mit Bravour, musste zwar im Doppel an der Seite von Jakob Guzmann zu Beginn eine 2:3-Niederlage gegen Bomblat/Könnecke (9:11, 11:5, 10:12, 11:6, 10:12) hinnehmen. Aber dann folgte sein Auftritt im Einzel gegen Bernd Könnecke, in dem er sich mit 3:2 behauptete (14:12, 9:11, 6:11, 11:8, 11:7). Entscheidend war aber auch, dass der Gast nur mit fünf Spielern in die Sporthalle der Gerhard-Rohlfs-Oberschule angereist war und so gleich drei Begegnungen kampflos abgeben musste. Davon profitierte das SAV-Doppel Grzesik/Jahic und im Einzel Patrick Jahic und Marcus Kunte.

Guzmann nervenstark

Wichtig aus Sicht der Gastgeber war auch, dass neben Tim von Ackeren der ESV-Spitzenmann Florian Rathmann in Vegesack passen musste. So musste Jakob Guzmann nach dem 3:0-Erfolg im ersten Einzel gegen Lasse Hinrichs (11:5, 11:8, 11:5) bei seinem zweiten Auftritt im Spitzen-Duell nur gegen Lüneburgs Nummer zwei Achim Storck ran und nicht gegen seinen Angstgegner Rathmann. Aber auch gegen Storck musste sich Guzmann mächtig strecken. Nach drei Sätzen lag der SAV-Leistungsträger mit 1:2 hinten, zeigte sich hiernach aber sehr nervenstark (8:11, 11:8, 9:11, 11:4, 11:9).

So führte der Gastgeber zu diesem Zeitpunkt mit 6:4. Trotz des Überzahlspiels war es in dieser Phase noch spannend, weil zu Beginn neben Guzmann/Kunte auch Holländer/Burghardt ebenfalls mit 2:3 gegen Storck/Elvers das Nachsehen hatten (4:11, 7:11, 11:8, 11:7, 6:11). Federn ließ auch der Vegesacker Mannschaftsführer Gregor Grzesik, der beim 9:6-Auftaktsieg gegen Post SV Stade sich noch zweimal durchsetzen konnte. Gegen Lüneburg verlor Grzesik nun aber gegen Lars Elvers mit 0:3 (9:11, 9:11, 5:11) und Daniel Bomblat mit 2:3 (11:9, 7:11, 7:11, 11:4, 16:18). 

Gut war auch aus SAV-Sicht, dass Thorsten Holländer nach der 2:3-Niederlage gegen den ESV-Akteur Achim Storck (11:7, 12:10, 8:11, 8:11, 9:11) im oberen Paarkreuz hiernach gegen Lasse Hinrichs ein 3:2 (12:10, 11:6, 9:11, 9:11, 11:5) folgen ließ und somit den ersten Saisonsieg bejubelte. Gut war auch, dass Tobias Burkhardt gegen Daniel Bomblat seinen zweiten Saisonerfolg einsackte (11:9, 9:11, 17:15, 11:8).

Auch in seinem zweiten Einzel stand Burkhardt gegen Lars Elvers dicht vor einem erneuten Erfolgserlebnis, doch nach einer 2:1-Führung, hatte er noch mit 2:3 das Nachsehen (11:8, 8:11, 11:5, 7:11, 6:11). Letztlich blieb es Patrick Jahic vorbehalten nach fast rund drei Stunden Wartezeit den 9:6-Heimcoup gegen den Lüneburger Lars Elvers einzutüten (11:8, 7:11, 9:11, 11:8, 11:9), weil ja anschließend noch der kampflose 3:0-Sieg von Marcus Kunte folgte. Allerdings lag Jahic im fünften Durchgang bereits mit 6:9 hinten, setzte sich letztlich aber doch noch mit 11:9 durch. „Das Spiel war hart umkämpft. Insgesamt gab es neun 3:2-Erfolge. Am Ende sicherten wir uns im Abstiegskampf einen sehr wichtigen Erfolg“, freute sich Gregor Grzesik.

 

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