Vegesack schockt Lüneburg

Tischtennis-Landesligist festigt mit 9:5-Sieg gegen den Tabellenzweiten Platz sieben

von Olaf Schnell (Die Norddeutsche) - 06.03.2017

 

Vegesack. Vor dem Heim-Viererpack gegen TuS Lachendorf, TSV Lamstdt, MTV Tostedt und Post SV Stade vollzog die SG Aumund-Vegesack in der Tischtennis-Landesliga Lüne­burg einen großen, nein, einen riesengroßen Schritt Richtung Klassenerhalt. Nach dem 8:8-Unentschieden gegen ESV Lüneburg in der Hinrunde sorgten die Mannen um Mannschaftsführer Gregor Grzesik im Rückspiel für einen Paukenschlag. Nach 185 Minuten feierte das SAV-Team beim Zweitplatzierten Lüneburg einen 9:5-Auswärtserfolg und machten somit den verlustpunktfreien TuS Lachendorf vorzeitig zum neuen Titelträger.

Gregor Grzesik steuerte einen Einzelpunkt zum 9:5-Coup der SG Aumund-Vegesack beim Tabellenzweiten ESV Lüneburg bei. (Foto: Christian Kosak)

 

Die Nordbremer mussten in der Fremde auf den privat verhinderten Thorsten Klei­nert verzichten. Aber auch die Gastgeber liefen nicht in Bestbesetzung auf und hatten ihren Spitzenakteur Florian Rathmann und die Nummer vier Lasse Hinrichs nicht im Kader. „Aber so ein Spiel muss man aber auch erst einmal gewinnen“, meinte ein glücklicher Gregor Grzesik, der sich trotz Problemen (Knie/Sprunggelenk) im zweiten Spiel gegen den ESV-Spieler Lars ­Böker mit 3:2 (11:8, 5:11, 11:6, 10:12, 11:9) durchsetzte. Zuvor verlor Grzesik zu Beginn sein Doppel mit Tobias Burkhardt (0:3) und auch sein erstes Einzel gegen Johann Dell im mittleren Paarkreuz hauchdünn mit 2:3 (4:11, 12:10, 10:12, 11:8, 7:11).

Nach den Doppelpartien führte der Favorit mit 2:1 – den SAV-Punkt steuerten Guzmann/Meyer mit dem 3:1 gegen Bomblat/Könnecke bei. Doch im oberen Paarkreuz konnten dann in der ersten Runde die Vege­sacker Spitzenleute Guzmann/Meyer den Spieß umdrehen. Jakob Guzmann setzte sich in recht souveräner Manier gegen Daniel Bomblat mit 3:0 durch und sein Teamkol­lege Gerrit Meyer ließ zuvor beim 3:0-Satzerfolg gegen Achim Storck ebenfalls nichts anbrennen.

Mit seinem 3:1-Erfolg gegen den ESV-­Akteur Bernd Könnecke stellte Tobias Burkhardt, der erneut für Thorsten Kleinert einsprang, dann die Weichen für die Vege­sacker Überraschung. Denn es folgten wei­tere drei Siege der Gäste. Patrick Jahic hielt Jens Kamler in Schach (3:1). Das Spitzenduell gewann Jakob Guzmann gegen Achim Storck mit 3:1 und Gerrit Meyer konnte einen 3:0-Sieg gegen Daniel Bomblat bejubeln. Letztlich war es dann Patrick Jahic vorbehalten, dass die Gäste mit einem überraschenden 9:5-Erfolg nach Hause fuhren. Nach einem 1:2-Rückstand gegen den Lüne­burger Bernd Könnecke behielt Jahic im entscheidenden fünften Satz mit 12:10 die Oberhand.

Nicht belohnt für seinen Einsatz wurde in dieser Auswärtspartie der SAVer Marcus Kunte. Nach der 1:3-Niederlage im Doppel an der Seite von Patrick Jahic konnte ­Kunte trotz einer guten kämpferischen Leistung die Einzel gegen Lars Böker (0:3) und ­Johann Dell (1:3) nicht zu seinen Gunsten entscheiden.

„Wir sind für unseren großen Aufwand endlich belohnt worden und haben nun eine gute Ausgangsposition im Abstiegskampf“, äußerte sich Gregor Grzesik. Die Nordbremer holten somit aus den letzten vier Spielen stolze sieben Punkte, festigten den siebten Platz etwas und  kehrten gut gelaunt wieder zurück.

Nach dem höchsten Auswärtssieg in dieser Saison können sich die Spieler der SG Aumund-Vegesack nun erst einmal auf
eine kleine Pause freuen. Erst am Sonntag, 19. März, treffen sie vor heimischer Kulisse auf den frischgebackenen Meister TuS Lachen­dorf (Beginn 14 Uhr).

Telegramm ESV Lüneburg – SG Aumund-Vegesack 5:9: Storck/Dell – Kunte/Jahic 3:1 (8:11, 11:8, 11:9, 11:3), Bomblat/Könnecke – Guzmann/Meyer 1:3 (11:6, 10:12, 10:12, 9:11), Böker/Kamler – Grzesik/Burkhardt 3:0 (11:1, 11:8, 11:3), Storck – Meyer 0:3 (8:11, 8:11, 7:11), Bomblat – Guzmann 0:3 (6:11, 9:11, 8:11), Dell – Grzesik 3:2 (11:4, 10:12, 12:10, 8:11, 11:7), Böker – Kunte 3:0 (11:8, 11:5, 11:7), Könnecke – Burkhardt 1:3 (7:11, 11:8, 10:12, 7:11), Kamler – Jahic 1:3 (13:11, 7:11, 6:11, 8:11), Storck – Guzmann 1:3 (8:11, 8:11, 11:5, 10:12), Bomblat – Meyer 0:3 (5:11, 7:11, 8:11), Dell – Kunte 3:1 (7:11, 11:7, 11:9, 11:5), Böker – Grzesik 2:3 (8:11, 11:5, 6:11, 12:10, 9:11), Könnecke – Jahic 2:3 (10:12, 12:10, 12:10, 6:11, 10:12)  OSH
„Wir sind für unseren großen Aufwand endlich belohnt worden.“ Gregor Grzesik, SAV
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