Wenigstens noch ein Remis gerettet

SG Aumund-Vegesack rutscht nach 8:8 gegen TSV Eintracht Hittfeld II wieder auf den vorletzten Platz ab

Von Olaf Schnell (Die Norddeutsche) - 20.02.2017

Vegesack. In Sachen Abstiegskampf war dieser eine Punkt für die SG Aumund-Vege­sack in der Tischtennis-Landesliga Lüneburg der Herren gegen den TSV Eintracht Hittfeld II wohl zu wenig (8:8). Zu wenig, weil zuvor der direkte Konkurrent MTV Tostedt überraschend gegen TSV Lamstedt mit 9:6 siegte und der SAV-Gegner Hittfeld II auch gegen den Fünftplatzierten MTV ­Brackel ein 8:8 erreichte.

SAV-Spitzenspieler Jakob Guzmann verlor seine zwei Einzel, konnte aber letztlich gegen Hittfeld II im Abschlussdoppel trotz Rückenproblemen ein 8:8-Unentschieden sichern. (Foto: Christian Kosak)

 

Somit fielen die Vegesacker um den enttäuschten Mannschaftsführer Gregor Grzesik nach dem glanzvollen 9:2-Sieg gegen das Schlusslicht VfL Westercelle II wieder auf den vorletzten Platz zurück. 

Das 8:8-Remis gegen Hittfeld II sicherte im Abschlussdoppel Guzmann/Meyer. Trotz Rückenproblemen setzte sich das SAV-Spitzendoppel nach einem 0:11 im ersten Durchgang noch gegen das Gäste-Duo Rothe/Ohling mit 3:2 durch (0:11, 14:12, 11:9, 8:11, 11:6).

Im Vorfeld der Hittfeld-Partie zeigte sich der Gastgeber noch sehr zuversichtlich, weil zum einen der Gegner in deren Halle mit 9:7 besiegt werden konnte – und zum anderen das SAV-Team in Bestbesetzung an die Platte ging. Was sollte da aus Vegesacker Sicht noch passieren?

Auftakt nach Maß

Dabei kam der Vorletzte wieder gut aus den Startlöchern. Nach den drei Doppelpartien konnte das Grzesik-Team eine 2:1-Führung bejubeln – es lief alles nach Plan. Das Spitzendoppel  Guzmann/Meyer bezwang das Eintracht-Duo Gerken/Fenz im Schnelldurchgang (11:7, 11:8, 11:2) und Kleinert/Grzesik Rothe/Ohling knapp mit 3:2 (5:11, 11:9, 7:11, 11:4, 11:7). Auch in der dritten Doppelpartie war ein Happy End durchaus möglich. Kunte/Jahic mussten sich aber dennoch mit 2:3 beugen (6:11, 12:10, 7:11, 11:4, 5:11). Hiernach war das obere Paarkreuz an der Reihe und eigentlich sollte Jakob Guzmann für die wichtige 3:1-Führung sorgen. Gegen Hittfelds Nummer zwei Jan Ohling führte der Vegesacker bereits mit 2:0 (11:4, 11:5). Doch Ohling stellte sich hiernach sehr gut auf den ersten Topspin eingestellt, wurde immer sicherer und glich zum 2:2 aus (7:11, 6:11).

Im entscheidenden Satz lag dann Guzmann mit 6:8 zurück und nach einem spektakulären Ballwechsel plagte sich anschließend der SAV-Spitzenspieler mit Rückenproblemen herum. Letztlich hatte er mit 6:11 das Nachsehen. Diese zwei Punkte waren eigentlich fest eingeplant.

Somit mussten andere Vegesacker in die Bresche springen, da auch Thorsten Kleinert mit 0:3 das Nachsehen hatte. So ­trumpfte Marcus Kunte gegen Torsten Gerken besonders mit starken Rückhandschlägen auf (3:0/11:8, 11:6, 11:7) – auch konnte sein Teamkollege Gerrit Meyer liefern (3:1 /11:4, 11:8, 2:11, 11:9). So wurde die knappe 2:1-Doppelführung bis zum Ende des unteren Paarkreuzes transportiert (5:4). Es ­folgte aus Nordbremer Sicht dann ein Bruch mit drei Niederlagen. Der angeschlagene Jakob Guzmann hatte im Spitzenduell gegen Lennart Rothe das Nachsehen (1:3) – auch Gerrit Meyer und Thorsten Kleinert mussten passen. So lag Vegesack plötzlich mit 5:7 hinten. Gut aus SAV-Sicht war, dass Marcus Kunte hellwach war. Auch sein zweites Einzel gegen den Hittfelder Hauke Fenz gewann der starke Kunte mit 3:1 (7:11, 11:5, 11:1, 11:6), denn Gregor Grzesik ließ nach der 1:3-Niederlage in der ersten Runde ein vermeidbares 1:3 gegen Peter Pubanz folgen (7:11, 15:13, 6:11, 10:12). 

Letztlich hatte der SAV-Spieler Patrick ­Jahic großen Anteil, dass wenigstens ein Zähler in Bremen-Nord blieb. Nach dem 6:8-Rückstand holte er in seinem Einzel gegen den Hittfelder Christian Runte mit dem 3:0-Erfolg (11:3, 11:6, 11:5) den wichtigen siebten Punkt. In seinem ersten Einzel behielt Jahic auch gegen Peter Pubanz mit 3:0 die Oberhand (11:8, 11:7, 12:10). „Das Doppel hätte ich auch gerne gewonnen. Meine Einzel-Gegner lagen mir heute irgendwie. Schade, dass oben aus gesundheitlichen Gründen etwas geschwächelt wurde. Ansonsten wäre ein Sieg realistisch gewesen. Somit hat sich unsere Situation im Abstiegskampf verschlechtert. Aber wir haben es immer noch selbst in der Hand uns zu retten“, meinte Patrick Jahic.

SG Aumund-Vegesack – TSV Eintracht Hittfeld II 8:8: Guzmann/Meyer – Gerken/Fenz 3:0 (11:7, 11:8, 11:2), Kleinert/Grzesik – Rothe/Ohling 3:2 (5:11, 11:9, 7:11, 11:4, 11:7), Kunte/Jahic – Pubanz/Runte 2:3 (6:11, 12:10, 7:11, 11:4, 5:11), Guzmann – Ohling 2:3 (11:4, 11:5, 7:11, 6:11, 6:11), Meyer – Rothe 3:1 (11:4, 11:8, 2:11, 11:9), Kleinert – Fenz 0:3 (8:11, 7:11, 9:11), Kunte – Gerken 3:0 (11:8, 11:6, 11:7), Grzesik – Runte 1:3 (8:11, 11:6, 8:11, 5:11), Jahic – Pubanz 3:0 (11:8, 11:7, 12:10), Guzmann – Rothe 1:3 (11:9, 5:11, 10:12, 6:11), Meyer – ­Ohling 0:3 (11:13, 5:11, 5:11), Kleinert – Gerken 1:3 (10:12, 9:11, 11:9, 7:11), Kunte – Fenz 3:1 (7:11, 11:5, 11:1, 11:6), Grzesik – Pubanz 1:3 (7:11, 15:13, 6:11, 10:12), Jahic – ­Runte 3:0 (11:3, 11:6, 11:5), Guzmann/Meyer – Rothe/Ohling 3:2 (0:11, 14:12, 11:9, 8:11, 11:6)  OSH
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