So kann es im Abstiegskampf weitergehen

Landesligist SG Aumund-Vegesack nutzt den Heimvorteil gegen VfL Westercelle konsequent aus und siegt klar mit 9:2

Von Olaf Schnell (Die Norddeutsche) - 13.02.2017

 

Vegesack. Erneut heimstark präsentierte sich die SG Aumund-Vegesack in der Tischtennis-Landesliga Lüneburg der Herren. Gegen den Mitabstiegskonkurrenten VfL Wester­celle II fuhr das SAV-Team vor rund 50 Zuschauern im Schnelldurchgang einen hochverdienten 9:2-Erfolg ein.

Tischtennis SG Aumund-Vegesack (Foto: Christian Kosak)

 

Wichtig aus Vegesacker Sicht war, dass zuvor die direkte Abstiegskonkurrenz für keine Überraschung sorgte. TSV Eintracht Hittfeld II kassierte gegen den Gastgeber ESV Lüneburg die erwartete 5:9-Nieder­lage und auch die Westerceller konnten vor heimischer Kulisse gegen den Drittplatzierten TSV Lamstedt kein Erfolgserlebnis feiern (3:9). Es war also alles gerichtet für den Vege­sacker Paukenschlag.

Wichtig war erst einmal, dass der Gastgeber nach den Doppeln gegen Westercelle II mit 2:1 führte. Da die Nummer drei Marco Stoll sich mit muskulären Problemen herum­plagte, gaben die Gäste um Dümeland/Stoll das erste Spiel gegen Guzmann/­Meyer kampflos ab. Marcus Kunte und Patrick ­Jacic konnten sich dann auch durchsetzen (3:2) – nur Grzesik/Burkhardt hatten das Nach­sehen (0:3).

In den anschließenden Einzelpartien zeigten sich die Vegesacker weiterhin hoch konzentriert. Abwehrspieler Gerrit Meyer feierte einen hochverdienten 3:0-Heimerfolg und auch Teamkollege Jakob Guzmann präsentierte sich solide. Zwar musste der SAV-Spitzenspieler zwei Sätze abgeben, war aber im entscheidenden fünften Satz hellwach (11:5). In seinem Einzelspiel versuchte es der angeschlagene VfL-Spieler Marco Stoll noch einmal gegen Vegesacks Mannschaftsführer Gregor Grzesik. Nach klaren Erfolgen von Grzesik in Durchgang eins und zwei (11:5, 11:1) gab der Westerceller anschließend verletzungsbedingt auf. So konnten sich die Hausherren nach eineinhalb Stunden Spielzeit über eine überaus wichtige 5:1-Führung freuen. Hiernach musste sich zwar Marcus Kunte hauchdünn in seinem Einzel beugen (2:3), doch der Hausherr behielt weiter einen kühlen Kopf.

Patrick Jahic und Reserve-Spieler Tobias Burkhardt, der den privat verhinderten Thorsten Kleinert vertrat, konnten sich jeweils über 3:1-Siege freuen. Für die Vorentscheidung sorgte Jakob Guzmann, der im Spitzeneinzel gegen den VfL-Akteur Max Palett sich recht locker mit 3:0 behauptete. So führte das Nordlicht mit 8:2 und hatte den Sieg quasi schon in der Tasche, da Vege­sacks Marcus Kunte noch gegen den verletzten Gäste-Spieler Marco Stoll spielen musste.

Doch die Vegesacker tüteten schon zuvor den Heimsieg ein. Gerrit Meyer spielte ganz cool gegen den Westerceller Tim Dümeland auf (3:0). Dümeland zeigte sich in vielen Ballwechseln einfach zu ungeduldig und leis­tete sich auch beim entscheidenden Matchball einen Stockfehler (11:6, 11:5, 11:8).

Mit diesem 9:2-Erfolg haben die Nordbremer die rote Laterne abgegeben. Doch nun wartet auf die SG Aumund-Vegesack bereits der nächste Heimbrocken. Am Sonntag (14 Uhr) gastiert Hittfeld II bei den Vegesackern in der Sporthalle der Gerhard-Rohlfs-Oberschule. „Das ist auch ein wichtiges Spiel für uns. Da müssen wir unbedingt nachlegen“, meinte der SAV-Spieler Patrick Jahic. Richtig gut gelaunt war auch Klaus Malorny (SAV II), der schon für die Erste im Einsatz war. „Wir waren heute ein starkes Team und fuhren in der Höhe einen verdienten Erfolg ein. Das haben wir gut runter gespielt, profitierten aber auch von der Verletzung des Westercelles Marco Stoll.“

SG Aumund-Vegesack – VfL Westercelle II 9:2: Guzmann/Meyer – Dümeland/Stoll 3:0 (11:0, 11:0, 11:0), ­Kunte/Jahic – Palett/Semke-Pukaß 3:2 (11:8, 7:11, 11:7, 7:11, 11:5), Grzesik/Burkhardt – Semke/Winkler 0:3 (9:11, 8:11, 7:11), Guzmann – Dümeland 3:2 (11:9, 10:12, 11:4, 9:11, 11:5), Meyer – Palett 3:0 (11:3, 11:5, 11:7), Kunte – Semke 2:3 (4:11, 11:9, 8:11, 11:9, 8:11), Grzesik – Stoll 3:0 (11:5, 11:1, 11:0), Jahic – Winkler 3:1 (3:11, 11:5, 11:7, 11:5), Burkhardt – Semke-Pukaß 3:1 (11:5, 11:8, 5:11, 11:6), Guzmann – Palett 3:0 (11:5, 11:6, 11:9), Meyer – Düme­land 3:0 (11:6, 11:5, 11:8) OSH

 

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